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Talia Or, geboren in Jerusalem, begann zunächst Violine zu studieren, bevor sie sich 1997 für ein Gesangsstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Drama entschloss. 2002 gewann sie hier den ‚Mozart-Wettbewerb’ und den ‚Wettbewerb für geistliches Lied und Oratorium’.
2003 trat sie u.a. als Taumännchen in Hänsel und Gretel und als Papagena in Die Zauberflöte an der Hamburgischen Staatsoper auf. Am Theater La Monnaie in Brüssel stellte sie sich im Rahmen des Young Artists Program in Le Nozze di Figaro vor und war am International Vocal Arts Institute Tel Aviv als Susanna (Nozze di Figaro), Despina (Cosi fan tutte) und Yniold (Pelléas et Mélisande) zu hören.
In der Saison 2003/04 wurde sie Mitglied des Jungen Ensembles der Bayerischen Staatsoper München und sang in derselben Saison als Gast auch am Staatstheater am Gärtnerplatz. Seit der Saison 2004/05 gehörte sie zu dem Ensemble dieses Hauses, wo sie u.a. in Partien wie Adele (Fledermaus), Frasquita (Carmen) oder Lauretta (Gianni Schicchi) auftritt.
In der Saison 06/07 war Talia Or an der Bayerischen Staatsoper als Voce del Cielo in Don Carlo unter der Leitung von Paolo Carignani, als Amour in Orphée et Eurydice unter der Leitung von Ivor Bolton sowie als das Junge Mädchen in Moses und Aaron unter Lothar Zagrosek zu hören. Im Konzert gastierte sie unter der Leitung von Ingo Metzmacher in Bernsteins Mass in der Musikhalle Hamburg. In der Saison 2007/08 übernahm sie erneut die Partie des Kindes an der Bayerischen Staatsoper in der Wiederaufnahme von Humperdincks Königskindern. Außerdem stand sie als Cover für die Titelrolle in Unsuk Chins Alice in Wonderland zur Verfügung. Unter der Leitung von Peter Schreier gab sie in Bachs Weihnachtsoratorium ihr Debüt am Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz.
Am Staatstheater am Gärtnerplatz war sie in Rollen wie Valencienne (Lustige Witwe), Rosina (Barbier), Anna Reich (Lustige Weiber von Windsor) und Pamina (Zauberflöte) zu hören.
Die Höhepunkte der Saison 2008/09 waren ihr Rollendebüt als Elisabeth Zimmer in Henzes Elegie für junge Liebende in Bilbao, ihr Debüt als Adina am Staatstheater am Gärtnerplatz und das Erste Blumenmädchen unter der Leitung von Lorin Maazel in einer Neuproduktion von Wagners Parsifal am Palau de les Arts in Valencia.
Im Juni 2008 gab sie ihr Debüt mit Zubin Mehta, der sie sowohl für das Eröffnungskonzert der Weltausstellung in Saragossa (Mahler Symphony Nr. 2) als auch für eine große Tournee in Israel mit Konzerten in Tel Aviv, Jerusalem und Haifa (Bach-Kantaten) engagiert hat.
Im Winter 2009 war die Sopranistin Talia Or in einer Tournee mit den Israel Philharmic Orchestra unter Peter Schreier sowohl in Mozarts Krönungsmesse, alsauch in Bachs Osteroratorium und im Weihnachtsoratorium zu erleben. Im Sommer 2009 debütierte die Sopranistin Talia Or als Sacerdotessa in Aida unter Carlo Rizzi bei den Bregenzer Festspielen, und war auch bei einer Operngala des Bayrischen Rundfunks auf Schloss Aschaffenburg zu erleben.
Von Talia Or liegen bisher zwei CD-Einspielungen vor. Sie sind dem Schaffen des Beethoven-Zeitgenossen Simon Mayr gewidmet. Inzwischen sind die Gesamtaufnahmen von Sisara (GUILD GMCD7288/89) und L’ Armonia erschienen.
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Italien und Div. |
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